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Plötzlich ist da eine Brücke – #insyde und Land-Art

Ein Objekt in einer Landschaft, eine Brücke aus Schilfrohr. Kann eine solche Szene ein geeignetes  Mittel der Wissenskonstruktion bei der Erzeugung des Neuen im Wechselspiels von Wissen, Können und Handeln sein? Ereignet sich >System-Bildung<. in der künstlerischen Erforschung der Landschaft im Prozess eines Land-Art-Projekts?

Die „interdisziplinäre System-Bildung“ zeigt auf, dass gerade das ästhetische Erlebnis eine besondere Grundlage der selbsttätigen Wissenserzeugung sein kann. Daher ist die künstlerische Arbeit mit und in der Natur ein wichtiger Weg um Einblicke in komplexe Zusammenhänge denkend und handelnd zu beschreiten.

Mit einem künstlerischen Blick in die Umgebung einzugreifen, die für uns Menschen ‚Natur‘ bedeutet, erzeugt eine besondere Spur einer Suche. Der Künstler zeigt die Spur einer Suche in einer Umgebung, die Angefüllt ist mit vielen Spuren des Lebens. Natur ist  auch die gemeinsame Lebensumgebung von Tieren Pflanzen und Menschen. Wir nennen es ‚Landschaft‘ und benutzen damit einen Begriff, der aus einer System-Bildungs-Ästhetik hervorgegangen ist. Er bringt die Persönlichkeit und ihre Haltung mit  betrachteten Szene zusammen und schafft die Grundlage für das ‚persönliche Wissen‘ über das Angeschaute. Der folgende Film über meine Landart Arbeit kann das verdeutlichen.

https://www.youtube.com/watch?v=qOJ27Cvwnlg

Der Betrachter (auch wenn es keinen weiteren Betrachter als den Künstler selbst gibt) erkennt sehr „deutlich“, dass diese künstlerische Spur anderen Zwecken dient, als alle weiteren Spuren des Lebens in der Natur.

Durch seine Kunst werden die Formen der Spuren in der Natur in Beziehungen gebracht.

Der Mensch gewinnt allein dadurch einen Zuwachs an Erkenntnismöglichkeiten, wenn er die Formen der Natur einem „ästhetischen“ Vergleich unterzieht. D.h. der Mensch stellt einen Bezug der Phänomene untereinander her und bezieht sich selbst als Generator in den Mittelpunkt der Beziehung.

Er ist Hersteller dieser Beziehung, die ohne Ästhetik, also ohne seine Wahrnehmung, nicht entstehen kann.

Kunst ist immer eine epistemologische Ästhetisierung der Dinge.

Der Künstler erzeugt Spuren auf der Suche nach Erkenntnis.