{"id":321,"date":"2025-04-01T10:03:04","date_gmt":"2025-04-01T08:03:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/?page_id=321"},"modified":"2025-06-08T15:14:17","modified_gmt":"2025-06-08T13:14:17","slug":"321-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/?page_id=321","title":{"rendered":"Selbstt\u00e4tigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Roland Oesker: Die T\u00e4tigkeit, die auf die Bildung des &#8222;Selbst&#8220; gerichtet ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hier geht es um die Bedeutung des Begriffs in der Arbeit Wilhelm Walgenbachs. In der Interdisziplin\u00e4ren System-Bildung hat &#8220;Selbstt\u00e4tigkeit&#8220; eine Bedeutung, die sich von den Informationen v\u00f6llig unterscheidet, die in den allgemeinen und p\u00e4dagogischen Quellen gegeben werden, wenn man die Erkl\u00e4rung der Bedeutung des allt\u00e4glichen Begriffs \u201cSelbstt\u00e4tigkeit\u201c sucht. Zentraler Schwerpunkt der Betrachtungen in der Arbeit mit Insyde-Interdisziplin\u00e4re System-Bildung ist, der Bedeutung der &#8220;Selbstt\u00e4tigkeit&#8220; in den Bildungsprozessen unserer Zeit Aufmerksamkeit und Beachtung zu schenken. Hier gilt es Historisches und Aktuelles festzuhalten, zu beschreiben, auszuwerten und nutzbar zu machen. Einige Abbildungen stammen aus der Darstellung des Forschungsfeldes in Vortr\u00e4gen von Wilhelm Walgenbach. Ein besonderes Dokument aus seiner Lehrt\u00e4tigkeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"488\" src=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1-1024x488.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-324\" srcset=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1-1024x488.jpg 1024w, https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1-768x366.jpg 768w, https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit1.jpg 1347w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted has-small-font-size\">Diese Texttafel ist wichtig, weil hier ein Ursprung der Auffassung des Begriffs \"Selbstt\u00e4tig\" gezeigt wird, der in seiner Bedeutung bei \u00fcblichen Erl\u00e4uterungen auch in p\u00e4dagogischen Interpretationen gern unterschlagen wird.<\/pre>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"476\" height=\"577\" src=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-330\" srcset=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit3.jpg 476w, https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Selbsttaetigkeit3-247x300.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die  Interdisziplin\u00e4ren System-Bildung hat  die Verwendung des Begriffs &#8220;Selbst\u00e4tigkeit&#8220; mehrere urspr\u00fcngliche Bez\u00fcge:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wilhelm von Humboldt<\/li>\n\n\n\n<li>Der Prozess der &#8220;\u00e4sthetischen Integration&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Selbstorganisation der System-Bildung<\/li>\n\n\n\n<li>Die Gestaltungsprozesse im &#8220;Bildhaften Denken&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Das &#8220;Pers\u00f6nliche Wissen&#8220; bei der Entwicklung des &#8220;Neuen&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li>Das Spiegelstadium mit der Relation &gt;Ich&lt; und &gt;mein Selbst&lt;.<\/li>\n\n\n\n<li>Die &#8220;T\u00e4tigkeit&#8220; als Vermittlung in der Relation Subjekt &#8211; Objekt.<\/li>\n\n\n\n<li>Wechselwirkung in der Relation wahrnehmen und gestalten heuristischer Mittel<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Punkt 2, Zitat aus Wilhelm Walgenbach: <strong>\u201eInterdisziplin\u00e4re System-Bildung\u201c. Peter Lang Verlag F. a.M. 2000, S.51.<\/strong>&#8220;Selbstt\u00e4tigkeit ist ein konstitutiver Akt, in dem das Subjekt sich selbst zum Gegenstand seiner T\u00e4tigkeit macht. Dazu bedarf es eines vermittelnden Moments, n\u00e4mlich des Selbstbildes, mit dem sich das Subjekt selbst anschaubar macht. \u00dcber <strong>&#8220;\u00e4sthetische<\/strong> <strong>Integration&#8220;<\/strong> wird die zuvor an der eigenen Person wahrgenommene Vielfalt und Mannigfaltigkeit zu einer Einheit zusammengef\u00fcgt, die dann zum Ausgangspunkt weiterer Entwicklungen werden kann.&#8220; (Walgenbach,S.51)<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Punkt 3: Schon in der Wahrnehmung, allein wenn das Interesse, Aufmerksamkeit, der interessierte Blick, auf etwas gerichtet wird, ver\u00e4ndert sich ein Geflecht der Beziehungen. Herausgehoben aus der urspr\u00fcnglichen Struktur ist das Objekt der Wahrnehmung nun ein Generator neuer Strukturgeflechte, hebt sich ab von der bisherigen Umgebung, verbindet sich mit den Strukturen, die der Interessierte bisher entwickelt hat, die dazu beitragen das ein Interesse entstanden ist. So wie es urspr\u00fcnglich wahrgenommen wurde kann es nun, als Teil eines Systems der  Wissenserzeugung nicht mehr sein, wohl aber f\u00fcr eine Person etwas neues. Ein autopoietischer Generator der zum Ausspruch f\u00fchrt: Ich finde mich darin wieder, es geht mir nicht aus dem Kopf, obwohl ich mich bem\u00fche kein Interesse mehr aufzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Punkt 4, Zur Entwicklung einer systembildenden T\u00e4tigkeit liest man: Zitat, W. Walgenbach, S. 171: &#8220;Die Strukturierung dieses Prozesses kann durch Unterscheidung von verschiedenen Arten von Selbstthematisierungen erfolgen, in denen das Subjekt den jeweils erreichten Stand der Selbstt\u00e4tigkeit zum Ausdruck bringt. Eine Form der Vergegenst\u00e4ndlichung dieser Selbstthematisierungen sind Bilder, in denen die Mannigfaltigkeit der Erfahrungen von Selbstt\u00e4tigkeit in eine bestimmte Form gebracht wird. Gekoppelt werden k\u00f6nnen diese Bilder mit verschiedenen Stadien der Identit\u00e4tsbildung.&#8220;(Walgenbach, S. 171).<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Punkt 5, Zitat, W. Walgenbach S.  392: Es geht in: &#8220;dem Ansatz Interdisziplin\u00e4re System-Bildung um die<strong> Erzeugung von Neuem<\/strong> in der Selbstt\u00e4tigkeit, und zwar einerseits um die <strong>Erzeugung von Subjektiv-Neuem<\/strong>,  der immer einmaligen Pers\u00f6nlichkeit, und andererseits um <strong>Erzeugung von Gesellschaftlich-Neuem<\/strong>, das aus einem produktivem Wechselspiel zwischen dem in  Bildungsprozessen erzeugten <strong>Subjektiv-Neuen<\/strong> und den in Wissenschaft, Kunst und Technologie erzeugten <strong>Objektiv-Neuen<\/strong> hervorgeht. (Hervorhebungen von Walgenbach)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roland Oesker: Die T\u00e4tigkeit, die auf die Bildung des &#8222;Selbst&#8220; gerichtet ist. Hier geht es um die Bedeutung des Begriffs in der Arbeit Wilhelm Walgenbachs. In der Interdisziplin\u00e4ren System-Bildung hat &#8220;Selbstt\u00e4tigkeit&#8220; eine Bedeutung, die sich von den Informationen v\u00f6llig unterscheidet, die in den allgemeinen und p\u00e4dagogischen Quellen gegeben werden, wenn man die Erkl\u00e4rung der Bedeutung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/?page_id=321\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Selbstt\u00e4tigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-321","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=321"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":423,"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/321\/revisions\/423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.insyde-bildungstheorie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}