JEDER EIN FORSCHER – Neue Möglichkeiten zur Entwicklung eines revolutionären Kulturkonzepts

 

InLogoJEDER EIN FORSCHER – Neue Möglichkeiten zur Entwicklung eines revolutionären Kulturkonzepts  durch kooperative Forschungen über  Mittel für die Erzeugung von Neuem = Heuristische Mittel

Kunst, Wissenschaft und Alltagsleben nähern sich einander immer mehr an. Wichtige Mittel für die bewusste Gestaltung dieses Prozesses lassen sich ableiten aus der

o  Konstruktion >epistemischer Objekte< (H.J. RHEINBERGER), die die Suche nach Unbekanntem provozieren

o die Entwicklung unscharfer Logiken wie die >Fuzzy Logik< , die Unbestimmtes bearbeitbar machen sowie durch

o immaterielle Computerbilder, die – wie der Technik – Philosoph Vilem Flusser aufgezeigt hat – nicht mehr Ab-Bildungen von Gegebenem sind, sondern aus abstrakten Punktmengen bestehen, die Ein-bildungen ermöglichen und herausfordern.

Damit werden neue Möglichkeiten eröffnet, Utopien in Form virtueller Realitäten zu entwerfen und durch Vermittlung des aufgezeigten Möglichem mit dem Potential des Wirklichen >Konkrete Utopien< zu entwickeln. Die Forderung >Seid realistisch, fordert das Unmögliche< erfährt heir eine neue Aktualität.

Von diesen neuen Qualitäten moderner Forschung aus lässt sich eine Entwicklung rekonstruieren, die von KANTs >Mentalistic Turn< („Wissen ist Konstruktion“) über RORERTYs >Linguistic Turn< („Sprache konstituiert Wirklichkeit“) zum neuerdings diskutierten >Imagic (FELLMANN), Iconic (BOEHM) oder Pictural (MITCHEL) Turn< („Bilder sind eigenständige Erkenntnismittel“) führt.

Als nächste Stufe lässt sich bereits ein >Heuristic Turn< ausmachen, bei dem es um Forschung über Mittel für die Erzeugung von Neuem geht, das in allen Dimensionen (Objekt, Mittel, Methode, Organisation, Ziele |Resultate) konstruiert wird.

Der Fokus richtet sich damit zunehmend auf den Konstrukteur von Wissen, der in offenen Suchräumen mit heuristischen Mitteln operiert, diese weiterentwickelt oder sogar selbst erfindet. Zu einem solchen >Heuristic Turn< will der Ansatz >Interdisciplinary Self-System Design INSYDE< beitragen, indem:

Systembildnern  >Epistemologische Heuristiken< zur Verfügung gestellt werden, die sich

(a) historisch und systematisch an rekonstruierten Systembildungen in Kunst, Wissenschaft und Technologie orientieren und

b) als deren Leitziel eine >Nachhaltige Entwicklung< bestimmt ist.

>Epistemologisch< sind diese Mittel insofern, als sie nicht nur auf die >Erzeugung von Wissen<, sondern auch auf >Wissen über Wissen< und letztlich auf >Wissen über sich selbst als Konstrukteur von Wissen< ausgerichtet sind.

Damit lassen sich Beziehungen herstellen zur >Theorie der Bildung<. Für Wilhelm von HUMBOLDT, einem Mitbegründer der klassischen Bildungstheorie, ist ein grundlegendes Ziel von Bildung die Organisation eines gleichberechtigten Wechselspiels zwischen Subjektivität (der individuellen Menschen und der Gesellschaft) und Objektivität (Wissenschaft und Kunst). Indem die Erzeuger von Neuem die eigenen Mittel der Wissenskonstruktion (einschließlich des Wechselspiels von Wissen, Können und Handeln) erforschen, ereignet sich >System-Bildung<.

Programmatisch formuliert wird >Jeder ein Forscher<. Es geht um >Creating Creators< durch Anstiftungen zum Denken über sich selbst und die Welt und eine darauf aufbauende bewusste Gestaltung gesellschaftlicher Praxis.

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